Nach der großen Teilnehmerschar im vergangenen Jahr mit ungefähr 80 Personen konnten wir in diesem Jahr etwa 100 Menschen von jung bis alt um 5.30 Uhr in der Evangelischen Kirche Bad Marienberg begrüßen.
Es war dunkel und still in der Kirche. Nach einer kurzen Andacht und einem Lied schrieben wir etwas uns Belastendes auf ein Holzstück und steckten es in die Tasche. Dann starteten wir die erste Etappe bis zum Sonnenhof. Das Licht der Straßenlaternen half uns, die dort aufgehängten Bilder zu erkennen und jeder sollte sich dort hinstellen, wo er sich im Bezug auf Jesus hingezogen fühlte.
Weiter ging es zu den nächsten Stationen, wobei wir den Mond untergehen und die Sonne aufgehen sahen. Welch eine großartige Welt Gott für uns geschaffen hat. Wir bekamen Steine mit einem Hahn, der uns symbolisierte, dass auch wir Jesus in unserem Leben öfters verleugnen. Auch das schrieben wir auf den Stein und steckten diesen in unsere Tasche. Auf dem weiteren Weg spürte man die Last in seinen Taschen. Immer wieder wurden wir durch kurze Andachten und Lieder ermuntert. An der Wilhelmshütte konnten wir unsere Sorgen aufschreiben und in einen Briefkasten werfen. Wenig später begrüßte uns der Schein des Osterfeuers an der Waldkirche und wir durften symbolisch mit dem Holzstück unsere Lasten ins Feuer werfen. Welch eine Erleichterung. Befreit ging es ein Stück weiter zu einem Schild mit der Aufschrift: JESUS – der Wegweiser und man durfte aufschreiben, was Jesus für uns bedeutet. Inzwischen war es richtig hell geworden, die Vögel zwitscherten ihr Morgenlied, aber wir hatten immer noch die Last des Steines in unserer Tasche. Diese warfen wir anschließend auf einen Steinhaufen und riefen laut HALLELUJA in den Wald. Auf der letzten Etappe konnten wir uns dann noch an unsere Taufe erinnern und wer wollte unter dem Geläut der Glocken barfuß zur Kirche in Unnau laufen, um sich dort gegenseitig die Füße zu waschen.
In der Kirche warteten noch mehrere Gottesdienstbesucher um mit uns das Abendmahl zu feiern.
In den Gemeinderäumen war alles vorbereitet für ein köstliches Osterfrühstück, das viele fleißige Helfer für uns vorbereitet hatten. Dort wurden noch mal die Eindrücke der Osterwanderung über Gottes großes Geschenk an uns ausgetauscht.
Der HERR IST AUFERSTANDEN – ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN
Er hat den Tod besiegt, uns unsere Lasten abgenommen, uns vergeben und uns seine niemals endende Liebe geschenkt.
Text und Fotos: Birgit Schütz










