7 Wochen Aufbruch: Den Frühjahrsputz der Seele wagen

Die Passionszeit beginnt heute

Mit dem Aschermittwoch bricht eine besondere Zeit an. Sobald der letzte Konfetti-Regen der Fastnacht weggespült ist, öffnet sich ein Fenster in unserem Kalender: Die Passionszeit. Sieben Wochen liegen vor uns – sieben Wochen der Gnade, in denen Gott uns eine Einladung ausspricht, die wir im Alltagstrubel oft überhören: Die Einladung, innezuhalten, die Richtung zu prüfen und vielleicht sogar ein Stück weit ein „besserer“ Mensch zu werden.

Der Blick hinter den Kühlschrank: Warum wir die Reinigung brauchen

Man kann sich das geistliche Leben ein bisschen wie eine Küche vorstellen. Wir alle kennen das: Wir wischen täglich über die Arbeitsflächen, wir spülen ab und halten oberflächlich Ordnung. Doch wer schon einmal einen Hausputz gründlich angegangen ist, weiß, dass das nicht reicht.

Irgendwann kommt der Moment, an dem man den Kühlschrank von der Wand vorziehen muss. Dort, wo sich über Monate der Staub gesammelt hat, den man im Vorbeigehen nicht sieht. Man nimmt sich den Filter der Abzugshaube vor, der schleichend verfettet ist, oder die Ecken im Vorratsschrank, in denen Dinge lagern, die längst ihr Verfallsdatum überschritten haben. Hausmänner und Hausfrauen wissen genau, wovon ich rede: Es gibt Orte, die alle halbe Jahre eine genaue Inspektion brauchen, damit die Küche ein Ort der Frische bleibt.

Nicht viel anders ist es mit uns Menschen. In unserem Inneren sammeln sich schlechte Verhaltensweisen an wie Staubmäuse in den Ecken. Gewohnheiten, die uns nicht guttun, schleichen sich ein. Es liegt leider in unserer menschlichen Natur, dass wir uns manchmal in negativen Gedanken verheddern oder egoistisch handeln, ohne es sofort zu bemerken. Die Passionszeit ist die Gelegenheit, einmal genauer hinzuschauen: Was hat sich da bei mir angesammelt? Wo ist mein inneres System „verfettet“ oder blockiert?

Die Basis steht: Gnade statt Leistungsdruck

Das Schöne an diesem „geistlichen Frühjahrsputz“ ist: Wir müssen ihn nicht aus eigener Kraft stemmen, um uns Gottes Liebe erst zu verdienen. Gott hat bereits die Basis gelegt. Durch Jesus Christus hat er uns die Sünden vergeben. Wir stehen bereits in seinem Licht.

Doch genau aus dieser Dankbarkeit heraus folgt die Aufforderung, es besser zu machen. Nicht als schwere Last, sondern als Befreiung. Buße bedeutet im Griechischen Metanoia – Umdenken. Es geht darum, den Kopf und das Herz neu auszurichten. Gott will uns dabei helfen, die Altlasten loszuwerden, damit wir an Ostern befreit feiern können.

Verwandlung in „kleiner Münze“

Wir müssen ehrlich zu uns selbst sein: Niemand wird von heute auf morgen ein völlig neuer Mensch. Wahre Veränderung geschieht oft in „kleiner Münze“. Es ist ein Prozess, Schritt für Schritt, manchmal mühsam und mit Rückschlägen verbunden.

Ein guter Einstieg ist die ehrliche Prüfung: „Was läuft bei mir gerade eigentlich schief?“ Nehmen Sie sich für diese sieben Wochen nicht zu viel vor, sondern wählen Sie ein konkretes Thema. Schauen Sie genauer hin. Wo ist meine Geduld am Ende? Wo bin ich lieblos? Wo betäube ich mich selbst? Wenn wir uns auf einen Bereich konzentrieren, geben wir der Veränderung eine reale Chance.

Raum schaffen für das Wesentliche

Damit dieser innere Wandel gelingt, hilft uns die alte Tradition des Fastens. Es geht dabei nicht um Diät, sondern um Raumgewinn. Wenn wir Dinge weglassen, die unseren Alltag normalerweise verstopfen, entsteht Platz für neue Gedanken.

  • Klarheit gewinnen: Wer sieben Wochen auf Alkohol verzichtet, schenkt sich selbst einen klaren Kopf.
  • Stille zulassen: Wer die Zeit vor dem Fernseher oder in den sozialen Netzwerken reduziert, gewinnt Zeit für sich selbst.
  • Begegnung suchen: Eine Stunde spazieren gehen, die Gedanken schweifen lassen und das Gespräch mit Gott suchen – das tut der Seele gut.

Vielleicht planen Sie in diesen sieben Wochen eine feste Zeit zum Beten und Nachdenken ein. Es ist ein Geschenk an Sie selbst. Lassen Sie das Dauerfeuer der Unterhaltung einmal leiser werden, damit die leise Stimme Gottes wieder hörbar wird.

Gehen wir es gemeinsam an!

Die Passionszeit ist keine Zeit der Traurigkeit, sondern eine Zeit der Chance. Hier auf unserer Homepage möchten wir Sie auf diesem Weg begleiten. Jede Woche wird es an dieser Stelle einen neuen Impuls geben. Eine Frage, eine Geschichte oder einen Gedanken zum Nachdenken:

  • Betrifft mich das? * Ist das mein Thema? * Will ich hier etwas ändern?

Wir laden Sie ein: Nutzen Sie diese sieben Wochen der Gnade. Am Aschermittwoch geht es los. Seien Sie mutig, schauen Sie hinter Ihren „inneren Kühlschrank“ und lassen Sie sich von Gott neu ausrichten.

Bleiben Sie dran – es lohnt sich!

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