Reformationsparty in Langenbach

120 Menschen folgen dem Licht

Wie lässt sich der Reformationstag so feiern, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen Freude daran haben? Pfarrerin Lara Schütz hat darauf eine Antwort gefunden: eine Reformationsparty. Am Samstag, 31. Oktober 2026, kamen 120 Menschen in den Räumen der evangelischen Gemeinde Langenbach zusammen. Unter dem Motto „Out of the dark – follow the light: Jesus“ erlebten sie einen Abend voller Begegnungen, Kreativität und geistlicher Impulse.

Die Idee entstand als Alternative zum herkömmlichen Reformationsgottesdienst, der vielerorts nur wenige Besucherinnen und Besucher anzieht. Schon im vergangenen Jahr war die Reformationsparty gut besucht gewesen. Dass die Zahl der Gäste nun noch einmal gestiegen ist, freute Lara Schütz und ihr Team besonders. Um 17.45 Uhr begann die Veranstaltung, gegen 21.30 Uhr machten sich die zufriedenen Gäste auf den Heimweg.

Dazwischen lag ein abwechslungsreiches Programm. An verschiedenen Stationen konnten die Besucherinnen und Besucher basteln, gestalten und ausprobieren. Kleine Sterne und weitere kreative Angebote griffen das Thema Licht auf. Sogar am Tischkicker wurde es außergewöhnlich: Hier spielten die Gäste im UV-Schwarzlicht. Ein besonderer Anziehungspunkt war das „Lightpainting“. Mit Wunderkerzen und Leuchtstäben ließen sich leuchtende Spuren in die Dunkelheit zeichnen. Eine Fotobox hielt die überraschenden und fantasievollen Ergebnisse fest. Besonders die vielen Kinder verliehen dem Abend eine lebendige und ungezwungene Atmosphäre.

Um 18.30 Uhr stand der geistliche Impuls auf dem Programm. Unter dem Gedanken „Jesus, dem Licht folgen“ verband Chemielehrer Steffen Wolf eine anschauliche Vorführung mit der christlichen Botschaft. Mithilfe zweier Erlenmeyerkolben zeigte er bildhaft, wie die ursprünglich klare und reine Welt durch den Sündenfall verdunkelt wird. Jesus Christus, so die Aussage des Impulses, schenkt den Menschen die Möglichkeit, von Schuld und Sünde befreit zu werden. Die Experimente machten damit das Motto des Abends auf besondere Weise sichtbar: Wo Dunkelheit herrscht, kann neues Licht aufscheinen.

Mit viel Humor führte Pfarrer Johannes Schütz durch das Programm und sorgte für einen lockeren Rahmen. Dass alles so reibungslos gelang, war auch der Verdienst vieler Ehrenamtlicher. Mehr als 15 Erwachsene sowie Konfirmandinnen und Konfirmanden verschiedener Jahrgänge halfen bei der Vorbereitung und Durchführung. Das Team war damit noch größer als im Vorjahr. Auch das fantasievoll zusammengestellte Buffet, das zahlreiche Helferinnen und Helfer vorbereitet und gespendet hatten, trug zum Gelingen bei.

Am nächsten Tag zog Pfarrerin Lara Schütz eine rundum positive Bilanz: „Die ganze Veranstaltung war sehr schön gelungen. Die Menschen haben sich wohl gefühlt. Vor allen Dingen die vielen Kinder haben zu einer entspannten Atmosphäre beigetragen.“ Besonders freute sie sich über die Reaktionen: „Wir haben gute Rückmeldungen bekommen und keine Kritik. Das will was heißen!“

Für manche bot die Party zudem eine willkommene Alternative zu Halloween. „Bloß diesem Halloween entkommen“, beschrieb eine Teilnehmerin ihre Motivation. Ihr Urteil nach dem Abend fiel eindeutig aus: „Wer wie ich dabei war, kann bestimmt auch sagen, dass diese Reformationsparty Halloween bei weitem übertroffen hat.“

So wurde der Reformationstag in Langenbach zu einem fröhlichen Fest, das Gemeinschaft, Glauben und die Botschaft vom Licht Christi miteinander verband.

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