Aus drei mach eins

Das Gemeindebüro der kommenden Gesamtkirchengemeinde

Wer das Gemeindebüro in Bad Marienberg betritt, findet einen hellen, freundlichen Arbeitsraum. Hier sitzen derzeit Frau Helsper und Frau Pfeifer an ihren Schreibtischen. Sie erledigen einen großen Teil der Verwaltungsarbeit für die Kirchengemeinde, den Kirchenvorstand, die Mitarbeitenden – und natürlich für die Gemeindeglieder.

Doch was genau kann man eigentlich im Gemeindebüro erledigen? Darüber gibt uns Jörg Denker, Vorsitzender des Personalausschusses, Auskunft.

Das Gemeindebüro ist für viele Anliegen die erste Anlaufstelle. Wer eine Taufe anmelden möchte, eine Bescheinigung benötigt oder Fragen zu kirchlichen Unterlagen hat, kann sich dorthin wenden. Auch Anmeldungen zu Jubelkonfirmationen werden hier entgegengenommen. Wer den Gemeindebrief beziehen möchte, kann sich ebenfalls an das Büro wenden. Darüber hinaus können beispielsweise Einträge in Kirchenbüchern recherchiert oder kirchliche Daten bestätigt werden.

Kurz gesagt: Die Mitarbeiterinnen im Gemeindebüro helfen überall dort weiter, wo organisatorische oder verwaltungstechnische Fragen auftauchen.

Mit der Gründung der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Bad Marienberg–Kirburg–Unnau zum 1. Januar 2027 wird sich auch für das Gemeindebüro einiges verändern. Nach dem derzeitigen Stand soll die gemeinsame Verwaltung künftig in Bad Marienberg angesiedelt sein. Die bisherigen Gemeindebüros in Kirburg und Unnau werden dann nicht mehr als eigenständige Büros weitergeführt.

Damit wächst auch das Team. Zu den beiden Mitarbeiterinnen in Bad Marienberg kommen zwei Kolleginnen aus Kirburg und Unnau hinzu. Anfangs werden also vier Mitarbeiterinnen gemeinsam für die gesamte neue Kirchengemeinde zuständig sein.

Dabei soll die bisherige Zuordnung nach Orten zunehmend an Bedeutung verlieren. Es soll künftig nicht mehr entscheidend sein, ob jemand aus Bad Marienberg, Kirburg oder Unnau einen Taufschein benötigt. Ein Antrag kommt im gemeinsamen Gemeindebüro an und wird von einer der Mitarbeiterinnen bearbeitet.

Bis dahin gibt es allerdings noch einiges zu organisieren. Arbeitsabläufe müssen aufeinander abgestimmt, Zuständigkeiten geklärt und Vertretungsregelungen vereinbart werden. Auch die Aktenführung muss vereinheitlicht werden. Hinzu kommen eine gemeinsame E-Mail-Adresse und neue Formen der Kommunikation.

Jörg Denker bringt für solche Veränderungen berufliche Erfahrung mit. Als ehemaliger Sparkassenmitarbeiter hat er selbst zwei Fusionen erlebt. Natürlich müsse man bei einer Zusammenlegung zunächst unterschiedliche Arbeitsweisen zusammenführen. Langfristig überwiegen nach seiner Erfahrung jedoch die Vorteile.

Auch die Kirchengemeinde selbst hat bereits Fusionserfahrung: Bad Marienberg und Hof sind vor einigen Jahren zusammengegangen. Diese Zusammenführung sei sehr reibungslos verlaufen. Im gemeinsamen Kirchenvorstand habe man gut zusammengearbeitet, ohne dass die einzelnen Orte ihre Eigenheiten aufgeben mussten.

Eine Herausforderung sieht Herr Denker dennoch: Mit größer werdenden Strukturen darf die Nähe zu den Menschen nicht verloren gehen. Deshalb sollen gerade digitale Kontaktmöglichkeiten ausgebaut werden. Neben Telefon und E-Mail könnte dabei künftig auch WhatsApp eine größere Rolle spielen.

Die Vorbereitungen laufen. Ziel ist klar: Auch in der größeren Gesamtkirchengemeinde sollen die Menschen schnell, freundlich und unkompliziert die Hilfe

Hier kommt das ganze Interview mit Jörg Denker

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