Mit einem großen Jubiläumsfest hat der CVJM Hof am Samstag, 22. August 2026, sein 25-jähriges Bestehen gefeiert.
Rund 250 Menschen kamen im Laufe des Nachmittags zusammen. Beim offiziellen Festakt am frühen Abend waren etwa 100 Gäste dabei. Es wurde ein Tag voller Begegnungen, Erinnerungen und Dankbarkeit – und zugleich ein Fest, das zeigte, wie lebendig die christliche Kinder- und Jugendarbeit in Hof bis heute ist.
Bereits ab 14 Uhr erwartete die Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm. Schon am Eingang war kaum zu übersehen, dass an diesem Nachmittag besonders die Kinder auf ihre Kosten kommen sollten: Auf der großen Bubble Ball – Anlage herrschte reger Betrieb. Bis 17 Uhr wurden verschiedene Spiele angeboten, und auch eine Photobox fand viele begeisterte Nutzerinnen und Nutzer.
Ein Zeltlagervideo erinnerte an besondere Erlebnisse der vergangenen Jahre. Schließlich gehört das jährliche Zeltlager in Dreifelden zu den festen Höhepunkten des CVJM Hof. Seit Beginn haben nach Angaben des Vereins 493 verschiedene Kinder und Jugendliche an den Zeltlagern teilgenommen – eine beeindruckende Zahl, hinter der unzählige persönliche Geschichten und Erinnerungen stehen.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Es gab Gegrilltes, zahlreiche gespendete Salate und Kuchen aus dem Backes. Ein zünftiges Bingo rundete das Nachmittagsprogramm ab. Viele ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Mitarbeitende, Familien und Freunde nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Erinnerungen auszutauschen.
„Wenn der Herr nicht das Haus baut …“
Um 17.30 Uhr begann der offizielle Festakt. Die heutige Vorsitzende Lotte Becker blickte in ihrer Ansprache auf die Geschichte des Vereins zurück. Schon mehrere Jahre vor der offiziellen Vereinsgründung hatte sich in Hof eine CVJM-Gruppe entwickelt. Mit der Gründung des Vereins am 3. November 2001 fand diese Aufbauarbeit ihren krönenden Abschluss. Erster Vorsitzender wurde damals Jochen Becker.
Für Lotte Becker ist die Geschichte des CVJM zugleich ein Stück persönliche Lebensgeschichte. Sie selbst ist mit dem Verein aufgewachsen. Mit ihm verbinden sich für sie unzählige Erinnerungen. Der CVJM sei für viele Menschen zu einer Heimat geworden. Vieles habe sich im Laufe der Jahre verändert – aber der Verein als Grundlage und Begleiter im Leben sei geblieben.
Eine besondere Bedeutung habe dabei von Anfang an ein Wort aus Psalm 127 gehabt:
„Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wenn der HERR nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst.“
Das Bild vom Bauen passe gut zu 25 Jahren Vereinsgeschichte. Einen Grundstein zu legen bedeute immer auch, darauf zu vertrauen, dass daraus etwas wachsen könne. Dabei seien alle menschlichen Beiträge wichtig: die Ideen, die Zeit, die Arbeit und die Begeisterung vieler ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zugleich bleibe die Überzeugung bestehen, dass christliche Arbeit letztlich auf Gottes Wirken angewiesen sei.
Heute zählt der CVJM Hof 57 Mitglieder. Immer wieder sind in den vergangenen 25 Jahren neue Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende hinzugekommen. Darin zeigt sich, dass ein Verein lebendig bleibt, wenn eine Generation ihre Erfahrungen und ihren Glauben an die nächste weitergibt.

Gründungsvorstand und aktueller Vorstand des CVJM Hof
Kinder- und Jugendarbeit als Herzstück
Im Mittelpunkt des CVJM Hof steht bis heute die christliche Kinder- und Jugendarbeit. Zurzeit gehören dazu die Mädchenjungschar, die Jungenjungschar, der Jungscharsport, die Jungscharstarter, Teenkreis und Babytreff.
Hinzu kommt das jährliche Zeltlager in Dreifelden. Gerade dort wird erfahrbar, was die Arbeit des CVJM prägt: Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen, miteinander spielen und unterwegs sein und dabei entdecken, welche Bedeutung der christliche Glaube für das eigene Leben haben kann.
Dass diese Arbeit nur durch viele Unterstützerinnen und Unterstützer möglich ist, wurde beim Jubiläum mehrfach hervorgehoben. Ein besonderer Dank galt der Evangelischen Kirchengemeinde, der Ortsgemeinde, der Verbandsgemeinde und dem CVJM-Westbund.
„Fleißig auf der Suche nach Gottes Spuren“
Für den CVJM-Westbund überbrachte Bundessekretärin Marika Kürten, zuständig für Bildung, Begleitung und Beratung, die Grüße des Landesverbandes. Sie erinnerte an zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen und Begegnungen.
Den CVJM Hof beschrieb sie als einen Verein, der „fleißig auf der Suche nach Gottes Spuren“ sei und immer wieder danach frage, wie junge Menschen Jesus Christus erfahren können. Besonders würdigte sie die Bereitschaft des CVJM Hof, sich mit anderen zu vernetzen und Jugendarbeit nicht nur vor Ort, sondern auch im deutschlandweiten und weltweiten Zusammenhang der CVJM-Bewegung wahrzunehmen.
Liebe, Glaubensmut und eine hohe Arbeitsbereitschaft zeichneten den CVJM Hof aus. Sie dankte für den Segen, den die Arbeit des Vereins für viele Menschen bedeute.
„Die geleistete Arbeit ist unbezahlbar“
Andrea Hoffmann, Vorsitzende des Kirchenvorstands, gratulierte im Namen der Evangelischen Kirchengemeinde. Sie erinnerte zugleich an die enge Zusammenarbeit der CVJM-Vereine Hof und Bad Marienberg.
Die über viele Jahre geleistete ehrenamtliche Arbeit sei im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar. Hinter den sichtbaren Veranstaltungen stehe eine große Menge an Arbeit, die häufig im Hintergrund geschehe.
Der CVJM vermittle Kindern und Jugendlichen eine wichtige Botschaft: Jesus ist mit dir. Du darfst deine von Gott gegebenen Fähigkeiten entdecken und einsetzen. Auch in Zukunft wolle die Kirchengemeinde die Arbeit des Vereins unterstützen. Ihr Grußwort stellte Andrea Hoffmann unter die Ermutigung: „Mit Jesus Christus mutig voran!“
Gemeinschaft von Körper, Geist und Seele
In einer besonderen Doppelrolle sprach Jochen Becker – als Ortsbürgermeister und zugleich als Gründungsvorsitzender des Vereins.
Was mache den CVJM besonders? Für ihn gehört dazu die Erfahrung, an vielen Orten Menschen zu treffen, die dieselben Grundlagen teilen. Sichtbares Zeichen dafür sei das CVJM-Dreieck, das Menschen über Orts- und Landesgrenzen hinweg miteinander verbinde.
Im CVJM werde der Mensch ganzheitlich gesehen: Körper, Geist und Seele gehören zusammen. Im Vordergrund stehe die christliche Kinder- und Jugendarbeit mit dem Ziel, Menschen für Jesus Christus zu gewinnen und ihnen Gemeinschaft anzubieten. Zugleich sei der Verein fest in die Dorfgemeinschaft von Hof eingebunden.
Becker dankte der Freiwilligen Feuerwehr Hof und dem CVJM Bad Marienberg für ihre Unterstützung beim Jubiläumsfest. Zugleich betonte er: Jeder Mensch sei eingeladen – zum Glauben ebenso wie zur Gemeinschaft des CVJM.
Die Ortsgemeinde werde sich auch künftig dafür einsetzen, dass dem CVJM geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.
Für die Verbandsgemeinde überbrachte Thomas Mockenhaupt Glückwünsche und ein Geschenk.
Ein festes „Glaubenshaus“
Ein ebenso originelles wie herzliches Grußwort kam von Josefine Schütz für den Gewerbeverein Hof. Sie griff das Bild vom Bauen auf: Der CVJM habe eine Wette eingelöst und in 25 Jahren ein festes „Glaubenshaus“ gebaut.
Und sie verband damit gleich eine neue Wette: dass der CVJM Hof noch viele weitere Jubiläen feiern könne.
Auch die Hofer Vereine gratulierten. Stellvertretend überreichte die Feuerwehr ein gemeinsames Geschenk.
Nach dem offiziellen Teil blieb noch reichlich Zeit für Begegnungen und Gespräche. Bei Salaten und Gegrilltem saßen viele Gäste zusammen, erinnerten sich an gemeinsame Zeltlager, Jungscharstunden und Veranstaltungen und erzählten Geschichten aus 25 Jahren CVJM Hof.
So wurde das Jubiläum nicht nur zu einem Blick zurück. Es machte zugleich deutlich, wovon die Arbeit des CVJM bis heute lebt: von Menschen, die Zeit und Kraft einsetzen, von Kindern und Jugendlichen, die sich einladen lassen, von Gemeinschaft und Freundschaft – und von dem Vertrauen, das den Verein seit seinen Anfängen begleitet:
„Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“













