In großer Verbundenheit und mit viel Engagement haben zahlreiche Menschen, Schulen, Religionsgemeinschaften und Gemeinden insgesamt 220 Weihnachtspäckchen für Kinder in der Westukraine zusammengestellt. Die liebevoll gefüllten Geschenke wurden in der Evangelischen Kirche Bad Marienberg gesammelt und am 10. Dezember von Pfarrer Peter Szeghljanik aus Popovo, Vertreter der Reformierten Kirche von Transkarpatien, dankbar entgegengenommen.

Die Situation in der Westukraine bleibt weiterhin schwierig. Häufige Stromausfälle prägen den Winter, viele Männer sind an der Front, und in den Gemeinden bleiben vor allem ältere Menschen, Frauen und Kinder zurück. Nach den Belastungen der Corona-Jahre und den Erfahrungen des Krieges haben sich Lebenswirklichkeit und Mentalität vieler Kinder verändert. Pfarrer Szeghljanik berichtet von einer tiefen Nachdenklichkeit und Traurigkeit, die in ihren Augen sichtbar wird. Viele mussten viel zu früh erwachsen werden.
Gleichzeitig leistet die Reformierte Kirche von Transkarpatien umfangreiche Hilfe. Sie unterhält vier Gymnasien, nimmt zahlreiche Geflüchtete aus Mittel- und Ostukraine auf und ermöglicht Kindern aus Odessa im Sommer Erholungsaufenthalte. Neben geistlicher Begleitung werden Lebensmittel für ältere Menschen verteilt, deren Rente oft unter 100 Euro liegt. Eine Armenküche sorgt dafür, dass Bedürftige mehrmals in der Woche eine warme Mahlzeit erhalten können. Auch Schulmöbelspenden aus dem vergangenen Jahr haben geholfen, Unterricht für geflüchtete Kinder zu ermöglichen.

Pfarrer Szeghljanik dankt herzlich für die materielle Unterstützung aus Bad Marienberg. Besonders bittet er darum, die Gemeinden und Kinder weiterhin im Gebet zu begleiten. Die Weihnachtspäckchen seien ein sichtbares Zeichen der Nähe – sie bringen Freude, Trost und neue Hoffnung in einer Zeit, die für viele Menschen kraftzehrend und belastend ist.
Hier können Sie zwei Videos anschauen
- Übergabe der Päckchen
- Pfarrer Peter Szeghljanik berichtet vom Leben der Kinder in der Westukraine




