7 Chancen für ein besseres Leben

Die 7 Hauptsünden

„Ich mach’s halt auf meine Art – na und?“
Kommt dir das bekannt vor? Zwischen Job, Familie, Freundeskreis und dem ganz normalen Alltagswahnsinn wollen wir vor allem eines: unser eigenes Ding machen. Wir lassen uns ungern reinreden. Wie wir leben, entscheiden wir selbst. Und was Gott dazu meint? Ehrlich gesagt spielt das oft keine große Rolle.

Dabei geht es Gott nicht darum, uns Vorschriften zu machen oder uns kleinzuhalten. Im Gegenteil: Er will, dass wir gut leben können. Wirklich gut. Nicht nur erfolgreich oder bequem, sondern erfüllt, frei und in guten Beziehungen. Doch häufig setzen wir selbst den Maßstab: Gut ist, was mir passt. Richtig ist, was sich für mich richtig anfühlt.

Manchmal meldet sich allerdings unser Gewissen. Ein leiser Zweifel. Die Ahnung: So ganz sauber war das nicht. Vielleicht war ich ungerecht. Vielleicht habe ich jemanden verletzt. Vielleicht schade ich mir selbst mehr, als ich zugeben möchte.

Und was tun wir dann? Wir argumentieren.
„War doch halb so schlimm.“
„Ich bin schließlich kein Heiliger.“
„Das macht doch jeder.“
„Gut oder böse – wer weiß das heute noch?“

Solche Sätze beruhigen kurzfristig. Aber sie verändern nichts. Wer sich dauerhaft herausredet, bleibt stehen. Wer dagegen ehrlich hinschaut, eröffnet sich die Chance auf Veränderung.

Eine Hilfe dafür ist eine über tausend Jahre alte Liste. Sie stammt aus der geistlichen Erfahrung von Menschen, die andere über lange Zeit begleitet haben – in Krisen, in Umbrüchen, in Neuanfängen. Diese Liste nennt man die 7 Haupt- oder Ursünden:

  1. Stolz
  2. Habsucht
  3. Neid
  4. Zorn
  5. Unkeuschheit
  6. Unmäßigkeit
  7. Trägheit

Diese Begriffe wirken vielleicht altmodisch. Aber die Themen dahinter sind erstaunlich aktuell.

Stolz – wenn ich immer recht haben muss.
Habsucht – wenn Geld und Sicherheit alles bestimmen.
Neid – wenn ich mich ständig vergleiche.
Zorn – wenn meine Wut Beziehungen zerstört.
Unkeuschheit – wenn ich Menschen auf Konsum reduziere.
Unmäßigkeit – wenn ich kein Maß finde, weder beim Essen noch beim Arbeiten noch beim Scrollen.
Trägheit – wenn ich weiß, was gut wäre, es aber trotzdem nicht tue.

Diese „Sünden“ sind keine moralischen Keulen. Sie sind eher Warnlampen. Sie zeigen an, wo etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist – in mir und in meiner Beziehung zu Gott.

Gerade die Passionszeit lädt dazu ein, genauer hinzuschauen. Nicht um sich schlecht zu fühlen. Sondern um ehrlich zu werden. Vielleicht mit einem einfachen Gebet:
„Gott, in meinem Leben läuft etwas schief. Schau du mit drauf. Hilf mir, etwas zu ändern.“

Wer zwischen 30 und 40 ist, steht oft mitten im Leben: Verantwortung im Beruf, kleine oder größere Kinder, Partnerschaft, finanzielle Fragen, Zukunftspläne. Gerade in dieser Phase entscheiden sich viele Weichen. Wie will ich leben? Was soll mich prägen? Was gebe ich weiter?

Die Liste der Hauptsünden kann dabei ein Spiegel sein. Kein perfektes Bewertungssystem – aber ein ehrlicher Startpunkt. Wo merke ich, dass etwas überhandnimmt? Wo verliere ich die Freiheit? Wo schade ich mir oder anderen?

Gott wartet nicht darauf, uns Fehler vorzuhalten. Er wartet darauf, mit uns ins Gespräch zu kommen. Veränderung beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit Ehrlichkeit.

In den kommenden Wochen wollen wir hier genauer hinschauen: Was steckt hinter den einzelnen Hauptsünden? Wo liegen die Herausforderungen in unserem Alltag? Und was hilft konkret, wenn wir unser Leben neu ausrichten wollen?

Für alle, die ein gutes Leben wollen – für sich selbst und für andere – ist das ein spannender Weg. Vielleicht sogar ein befreiender.

Stolz und Eitelkeit

Die erste der sieben Hauptsünden Ich sehe mich an. Aber ich sehe nur einen Teil von mir.Ich sehe…

7 Chancen für ein besseres Leben

Die 7 Hauptsünden „Ich mach’s halt auf meine Art – na und?“Kommt dir das bekannt vor? Zwischen Job…

7 Wochen Aufbruch: Den Frühjahrsputz der Seele wagen

Die Passionszeit beginnt heute Mit dem Aschermittwoch bricht eine besondere Zeit an. Sobald der…
Nach oben scrollen